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Wildkräuter entdecken

Endlich ist es soweit, der Frühling ist da! Auch wenn er gerade eine kurze Pause einlegt, aber der Frühling liegt schon in der Luft! 🙂 Die ersten Wild- bzw. Frühlingskräuter sind zu finden! Aber was sind eigentlich Wildkräuter und warum sind diese so besonders?


Was sind Wildkräuter?

Wildkräuter sind wie der Name schon sagt, wild wachsende Kräuter, die essbar sind. Sie wachsen auf Wiesen, Äckern, Wäldern aber auch in unserem eigenen Garten. Wildkräuter werden oft auch als Beikraut oder als „Unkraut“ betitelt . Leider ist die Verwendung von Wildkräutern bei uns sehr in Vergessenheit geraten, dabei steckt in ihnen unglaublich wieviel Power! Aber nicht nur das – durch ihren Geschmack würzen sie Speisen vorzüglich und runden diese ab. Somit wäre es wirklich schade, wenn wir Wildkräuter einfach als „Unkraut“ abstempeln und entsorgen würden.

„Unkraut nennt man Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht erkannt wurden.“ (Ralph Waldo Emerson)

Und genauso sehe ich es auch. Wildkräuter oder „Unkräuter“ werden sich immer wieder in unseren Gärten ausbreiten. Warum dann nicht einfach das immer wieder nachwachsendes „Unkraut“ als gesundes Wildgemüse nutzen?

Mit den gesammelten Wildkräutern werden in der Küche leckere Speisen gezaubert 🙂

Was ist an den Wildkräutern so besonders?

Wildkräuter sind wahre Schätze der Natur, sie stecken voller Vitamin C, enthalten viele Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, etc., sie sind reich an Proteinen und enthalten sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, Schleimstoffe, Scharfstoffe, usw. Hier ein paar Wirkungen der einzelnen sekundären Pflanzenstoffe: Die Bitterstoffe in Wildkräutern unterstützen die Verdauung und die Leber beim Entgiften. Die enthaltenen Flavonoide wirken antioxidativ und schützen unsere Zellen vor freien Radikalen, Gerbstoffe hemmen Entzündungen und vertreiben Bakterien und Viren. Neben den Bitterstoffen kurbeln auch Saponine den Stoffwechsel an. Schleimstoffe wirken reizmildernd und entzündungshemmend und Scharfstoffe fördern die Verdauung und wirken desinfizierend.

Und das Beste ist, Wildkräuter sind unendlich und über den ganzen Jahreskreis hinweg in der Natur verfügbar. Wir können jeden Tag in die Natur bzw. in den Garten gehen und eine Handvoll Wildkräuter mitnehmen und diese in unsere Ernährung einfließen lassen!

“Wenn die Menschen das „Unkraut“ nicht nur ausreißen, sondern einfach aufessen würden,
wären sie es nicht nur los, sondern würden auch noch gesund.”
(Johann Künzle)

Persischer Ehrenpreis (lat. Veronica persica)


Was ist beim Sammeln von Wildkräutern für die Verwendung in der Küche zu beachten?

Für das Sammeln der Wildkräuter kann ein kleines Körbchen oder auch ein Stoffbeutel verwendet werden. Bevor aber gesammelt werden kann, gibt es ein paar wichtige Sammelhinweise, die beachtet werden müssen:

  • Das wichtigste zu aller erst, bitte nur das sammeln, was auch zu 100 % bestimmt werden kann!
  • An unbelasteten Stellen sammeln, wo es zu keiner Verschmutzung durch Fahrzeuge, Dünger, Hausiere,… kommt z.B. im eigenen Garten, an Waldrändern, in unbelasteten Wiesen oder etwas abseits von Wegen.
  • Immer achtsam sammeln, keine Schäden auf Wiesen und Felder hinterlassen und auch nur so viel mitnehmen, wie wirklich benötigt wird!
  • Nur gesunde und saubere Pflanzen ohne Fraßspuren sammeln!
  • Immer einen Teil der Pflanze stehen lassen, damit die Pflanze weiterwachsen bzw. sich wieder aussäen kann!
  • Bevor Kräuter geerntet werden, immer die Pflanzen begutachten, da diese oft der natürliche Lebensraum z.B. für Insekten sind. Diese dann nicht abernten!
  • Wenn (Wild)Kräuter bei Schönwetter und am Vormittag gesammelt werden (nachdem der Tau abgetrocknet ist), dann sind auch mehr Wirkstoffe in den gesammelten Pflanzen drinnen! Aber hier sage ich immer: Besser die Wildkräuter öfters in den Speiseplan einbauen und dann auch einmal Wildkräuter vom Garten holen, wenn es regnet!
  • Vor dem Verarbeiten in der Küche die Wildkräuter nochmals verlesen und gut waschen!
Wildkräuterkörbchen mit Bärlauch, Himmelschlüsserl und Lungenkraut (Hänsel und Gretel)

Welche Wildkräuter können gesammelt werden?

Hier einige Wildkräuter und auch Blüten, die gesammelt und verarbeitet werden können:

Bärlauch, Brennnessel, Gänseblümchen, Giersch, Gundelrebe, Klettenlabkraut, Knoblauchsrauke, Kriechender Günsel, Löwenzahn, Persischer Ehrenpreis, Purpurne Taubnessel, Schafgarbe, Spitzwegerich, Wiesenlabkraut, Vogelmiere, etc.

Und die Blüten von Bärlauch, Gänseblümchen, Gundelrebe, Löwenzahn, Lungenkraut, Schlüsselblume Veilchen,…

Gundelrebe, Gänseblümchen, Vogelmiere, …

In welchen Speisen können Wildkräuter verarbeitet werden?

Wildkräuter können so vielseitig verwendet werden zum Beispiel als Beigabe zu Salaten, für Suppen, Pesto, Smoothies, Tee, Kräuterbutter, Aufstriche, als Topping für ganz viele Speisen oder einfach aufs Butterbrot!

Weckerl mit Butter und fein geschnittenen Wildkräutern und Blüten – lecker, lecker 😉

Wenn man aber mit den Wildkräutern anfangen will, dann ist weniger oft mehr. In Wildkräutern steckt einfach eine geballte Kraft, somit braucht man wirklich nicht viele davon essen! Fange klein an, gehe raus in die Natur und schaue einmal was da rundherum alles so wächst. Konzentriere dich auf ein paar wenige Wildkräuter und lerne diese genauer kennen und ganz wichtig, immer die Sammelhinweise beachten! 😉


Na … habe ich deine Neugierde jetzt geweckt?
In den nächsten Artikeln werde ich dir ein paar Wildkräuter näher vorstellen inkl. Rezepte! 😉 Also freut euch schon darauf!

Hier könnt ihr euch noch ein Video vom Kräuter sammeln ansehen 😉
(Marke ersichtlich – unbeauftragte Werbung)

Liebe Grüße und bis bald!
Dein Kräuterbienchen Doris

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